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Religionen sind ein integraler Bestandteil des neuen Werteunterrichts

Pressemitteilung Bildung Gesellschaft

Seit einigen Tagen zirkulieren Meldungen, die vorgeben, dass im Lehrplan des geplanten Werteunterrichts Religionen keinen Platz mehr hätten. Über derartige Aussagen kann die DP sich nur wundern, sind die Richtlinien des neuen Programms doch seit geraumer Zeit auf der Internetseite des Bildungsministeriums öffentlich zugänglich. Aus diesen Richtlinien geht eindeutig hervor, dass die Auseinandersetzung mit kulturellen und religiösen Traditionen ein wesentlicher Bestandteil des künftigen Programms sein wird.

Die DP hat sich bereits in ihrem Wahlprogramm dafür eingesetzt, einen Werteunterricht einzuführen, in dem alle religiösen und philosophischen Weltanschauungen objektiv thematisiert werden. Ziel dieses Werteunterrichts ist es, Kinder gemeinsam zu unterrichten, statt sie zu trennen und ihnen gemeinsam einen Zugang zu den historischen, philosophischen, religiösen und  kulturellen Aspekten des Zusammenlebens zu ermöglichen. In unserem Land leben Menschen aus über 150 Nationen mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen, aber auch religiösen und philosophischen Hintergründen. In einer solch offenen und multikulturellen Gesellschaft ist die schulische Auseinandersetzung mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des Zusammenlebens unabdingbar.

Damit der neue Werteunterricht dieser Aufgabe gerecht werden kann, wurde die Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung des neuen Programms paritätisch mit Religionslehrern sowie Lehrern der Moralwissenschaften besetzt. Allein diese Zusammensetzung belegt das politische Ziel der Auseinandersetzung mit Religionen. Die Ziele und Richtlinien für das neue Fach sprechen dieselbe Sprache: Im Zyklus 2 der Grundschule sollen die Schüler sich beispielsweise mit dem « Kalender, Weltlichem und Religiösem im Jahreskreis » befassen. Im Zyklus 3 wird « was Kinder in ihren Religionen erleben und lernen » thematisiert.

Die DP steht klar für eine nuancierte Herangehensweise, in der Religionen ein fester Bestandteil des künftigen Werteunterrichts sind. Religionen und ihre entsprechenden Traditionen stellen nun einmal ein nicht unwesentliches Merkmal unserer Gesellschaft dar. Die DP ist zuversichtlich, dass Bildungsminister Claude Meisch dafür Sorge trägt, dass ein ausgewogener Lehrplan sämtliche Aspekte des Zusammenlebens beinhalten wird.

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