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Werteunterricht: Die CSV entdeckt ihr Wahlprogramm (wieder)

Pressemitteilung Bildung Gesellschaft

Ziele des neuen Schulfachs „Leben und Gesellschaft“

Im Zusammenhang mit den Diskussionen rund um die Einführung des neuen einheitlichen Werteunterrichts („Leben und Gesellschaft“) möchte die DP noch einmal auf die Ziele des neuen Fachs verweisen.

Zu den wichtigsten Zielen des Unterrichts zählt die Förderung eines offenen und toleranten Umgangs mit gesellschaftlicher Diversität. Dazu gehört u.a. ein nicht diskriminierender Umgang mit Weltanschauungen, mit privaten Lebensorientierungen und mit Religionen. In dem neuen Fach soll es auch darum gehen, den Kindern und Jugendlichen Werte von Toleranz, Akzeptanz und Respekt zu vermitteln. Werte, auf denen sowohl unsere pluralistische Gesellschaftsordnung beruht, die aber auch sowohl von den großen Weltreligionen als auch von laizistischen oder humanistischen Organisationen geteilt werden. Darüber hinaus sollen die Schüler dazu in der Lage sein, die Kinder und Jugendlichen in die Lage zu versetzen, sich sachlich korrekt und selbstbestimmt mit moralisch-ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen und diese kritisch zu beleuchten.

Begrüßenswerte Bereitschaft zum Konsens der CSV

Die DP zeigt sich erfreut darüber, dass die CSV in Bezug auf die Einführung des einheitlichen Werteunterrichts offenbar wieder die Position einnimmt, die sie in ihrem Wahlprogramm von 2013 dargelegt hatte: „In der Sekundarschule wird der Werte- und Religionsunterricht in Zusammenarbeit, im Dialog und nach Verhandlungen mit den zuständigen Anbietern in einem gemeinsamen Werte- und Zivilisationsunterricht zusammengeführt.“ (Auszug aus dem CSV-Programm „Zesummen fir Lëtzebuerg“). In der Sekundarschule war die CSV also bereit, einen Werteunterricht einzuführen.

Mit der rezenten Ankündigung, in den kommenden Monaten eine Alternative zum angekündigten Werteunterricht ausarbeiten zu wollen, scheinen sich die Christsozialen also wieder der gesellschaftlichen Mitte annähern zu wollen. Mehr noch, die CSV möchte einen Konsens mit der Regierung erzielen, der von breiten Teilen der Gesellschaft mitgetragen wird.

Die DP begrüßt die Bereitschaft der CSV, sich konstruktiv an der Ausarbeitung des Programmes für das neue Fach beteiligen zu wollen. Die Diskussionen um die Inhalte des Werteunterrichts, die ausdrücklich als partizipativer Prozess angedacht sind, laufen bereits seit Monaten. Umso wichtiger, dass die CSV kurz vor der Zielgeraden nun doch gewillt scheint, sich inhaltlich daran zu beteiligen.

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