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Liebe Parteifreunde,
Deutschland solle gegenüber den USA nicht soviel "Schiss in der Hose haben", tönte Jean-Claude Juncker vor einigen Tagen im Wort-Interview. Damit bemühte sich der Permier darum, das Niveau des deutschen Finanzministers Steinbrück noch zu unterbieten. Beide Politiker ziehen in der Vorwahlzeit eine Show ab, die einzig und alleine darauf abzielt von den wahren Problemen zuhause abzulenken. Denn außer Stammtischparolen fällt Juncker zurzeit wenig ein, um den Bankplatz Luxemburg zu verteidigen. Außer Durchhalteparolen hat er wenig zu bieten, wenn es darum geht unser Land aus der Krise zu führen. Probleme, die es anzupacken gilt, gibt es genug in unserem Land. Teuere Wohnungspreise, die junge Familien ins nahe Grenzgebiet vertreiben, öffentliche Finanzen die riskieren aus dem Ruder zu laufen, hohe Arbeitslosigkeit, eine Mittelschicht, die abzurutschen droht, Chaos in der Schule usw... Dies alles sind Themen, die wir im Interesse unseres Landes dringend diskutieren sollten. Doch man wird den Eindruck nicht los, dass diese Diskussionen unterbunden werden sollen. Der Wahlkampf soll nicht statt finden. Nicht mit uns! Wir werden die kommenden Wochen nutzen, um die großen Probleme unseres Landes und die Probleme der Menschen zu thematisieren.
Claude Meisch
DP-Parteipräsident
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