Keine Gefahr
Im vergangenen Dezember tauchte bei ArcelorMittal in Differdingen ein Zugwaggon mit verstrahltem Material auf, ohne dass die Öffentlichkeit darüber ins Bild gesetzt worden wäre. DP-Präsident Claude Meisch, der ja auch noch Bürgermeister der Gemeinde Differdingen ist, richtete sich daraufhin mit einer parlamentarischen Anfrage an die Minister Mars Di Bartolomeo und Jean-Marie Halsdorf, in der er u.a. wissen wollte, ob der radioaktive Schrott eine Gefahr für die Bevölkerung darstelle, wann dieser Abfall abtransportiert werde, und ob die beiden Minister nicht der Meinung seien, dass die Gemeindeverwaltung bei Vorfällen mit radioaktivem Material ins Bild gesetzt werden müsse.
Die doppelministerliche Antwort liegt jetzt vor: der aus Deutschland kommende Waggon habe 55 Tonnen Stahlschrott geladen, die mit Cobalt 60 verseucht seien. Die Strahlung sei aber nur sehr gering und für die Bevölkerung habe zu keinem Moment eine Gefahr bestanden. Mitte April soll der verseuchte Stahl nach Deutschland zurückgebracht werden. Die Kommunikation mit den Gemeindeverantwortlichen soll bei derartigen Fällen indes zukünftig verbessert werden, versprechen die Minister.