Drogen nicht ausgeschlossen
Der mysteriöse Tod eines 20-jährigen Häftlings Anfang März in Schrassig, warf in den Medien erneut die Frage auf, ob die Drogenkontrollen in diesem Gefängnis ausreichend sind. Bisher ist allerdings immer noch nicht klar ob der Mann wirklich an einer Überdosis starb, denn zwei Wochen nach dem Todesfall lag immer noch kein Ergebnis der toxikologischen Untersuchung. Dies teilte Justizminister Luc Frieden (CSV) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des DP-Abgeordneten Xavier Bettel mit. Zwar sind in der Haftanstalt spezielle Drogendetektoren installiert, die laut Aussagen des zuständigen Ministers aber nie zufriedenstellend funktionierten. Deshalb beschloss man eine neues Erfassungssystem anzuschaffen. Bettel wollte deshalb wissen, ob dieses System bereits in Betrieb genommen worden sei. Dem sei nicht so, antwortet Frieden, da sich die Kaufverhandlungen in ihrer Abschlussphase befänden.
Laut Aussagen des Justizministers sei in den vergangenen zwölf Monaten kein einziger Häftling durch eine Überdosis ums Leben gekommen. In diesem Zeitraum beschlagnahmten die Beamten trotzdem kleinere Mengen Drogen: 0,5 Gramm Heroin, 22,8 Gramm Haschisch und 26,4 Gramm Marihuana. Um dem Drogenhandelbeziehungsweise -konsum in der Haftanstalt Herr zu werden setzt man zurzeit vor allem auf den Einsatz von Drogenhunden.