17. Juni 2009
Journal - Die offiziellen Resultate der Landeswahlen im Bezirk Zentrum liegen vor

13 Prozent gingen nicht wählen

Neun Tage nach dem Wahltermin vom 7. Juni gab Pierre Gehlen, Präsident des Wahlbezirks Zentrum, gestern die offiziellen Ergebnisse der Landeswahlen für den Bezirk Zentrum bekannt. Von 64.691 eingeschriebenen Wählern haben deren 56.246 auch tatsächlich gewählt, was einem Prozentsatz von 86,946 entspricht. 2,999 Prozent der Wahlzettel waren weiß und 3,108 Prozent ungültig, so dass 93,893 Prozent der Wahlzettel als gültig befunden wurden.

13 Prozent gingen demnach auch diesmal nicht wählen, wobei hier aber die Über-75-Jährigen und die im Ausland lebenden oder sonstwie entschuldigten Luxemburger inbegriffen sind. Theoretisch riskieren diese „Nichtwähler“ nun eine Strafe zu bekommen, wegen des riesigen Aufwands, der diesbezüglich betrieben werden müsste, dürften sie aber auch diesmal ungeschoren davon kommen...

Schiltz vor Schiltz

Insgesamt wurden 1.010.480 gültige Stimmen für die sieben Listen abgegeben, wobei 475.358 persönliche Stimmen und 535.122 Listenstimmen zu verzeichnen sind. Bei den 21 zu vergebenden Sitzen gab es drei Restsitze, von denen der erste nach einer zweiten Aufteilung an die LSAP fiel, der zweite nach einer dritten Aufteilung an die „déi Gréng“ und der dritte nach einer vierten Aufteilung an die CSV, wobei vier Aufteilungen Pierre Gehlen zufolge doch recht ungewöhnlich sind. Fast wäre der dritte Wackelsitz an die DP gegangen.

Indes unterscheiden sich die offiziellen Wahlresultate nur wenig von den bislang bereits bekannten Resultaten. Zu erwähnen ist hier lediglich die LSAP und die DP: bei ersteren kommt es zu einer Verschiebung der Plätze 16 und 17 (Christophe Schiltz hat nun mehr Stimmen als Fernand Schiltz), bei der Demokratischen Partei hat nun jeder Zentrumskandidat zwei zusätzliche Stimmen. Auch erhielt bei der LSAP Spitzenkandidat Jeannot Krecké 61 Stimmen mehr als ursprünglich angenommen, derweil bei der DP Paul Helminger 47 zusätzliche Stimmen verzeichnen konnte.

Beim jungen CSV-Kandidaten Serge Wilmes sollte sich der Präsident des Wahlbezirks Zentrum indes versprechen, gab Gehlen doch zuerst an, dieser habe 30.000 Stimmen mehr erhalten als anfangs ausgezählt, um sich dann aber zu verbessern: es handelte sich natürlich nur um 30 Stimmen, ansonsten Wilmes mehr Stimmen als Spitzenkandidat Luc Frieden bekommen und ab August zweifelsohne der neuen schwarz-roten Regierung angehört hätte.

Die KPL (Liste 1) erhielt im Zentrumsbezirk ein Total von 11.038 Stimmen (2.470 persönliche und 8.568 Listenstimmen), was einem Prozentsatz von 1,09 entspricht.

Die Grünen (Liste 2) erhielten im Zentrum 133.490 Stimmen (13,21 Prozent), darunter 57.638 persönliche und 75.852 Listenstimmen.

Die adr (Liste 3) bekam insgesamt 63.791 Stimmen (6,31 Prozent), darunter 16.268 persönliche und 63.791 Listenstimmen.

Die Sozialisten (Liste 4) verzeichneten ein Total von 180.110 Stimmen (17,82 Prozent), darunter 99.995 persönliche und 80.115 Listenstimmen.

Auf die Demokratische Partei (Liste 5) entfielen 196.556 Stimmen (110.645 persönliche und 85.911 Listenstimmen), was einem Prozentsatz von 17,82 entspricht.

„Déi Lénk“ (Liste 6) kam auf 35.408 Stimmen (12.812 persönliche und 22.596 Listenstimmen), was einem Prozentsatz von 3,50 entspricht.

Die CSV (Liste 7) erhielt 390.087 Stimmen (38,60 Prozent), darunter 175.530 persönliche und 214.557 Listenstimmen. Sie ist damit stärkste Partei im Zentrum.

Somit erhalten die „déi Gréng“ drei Sitze imZentrum, die adr einen Sitz, die LSAP vier Sitze, die DP vier Sitze und die CSV neun Sitze.

Gewählt wurden bei den Grünen François Bausch (17.510 Stimmen), Viviane Loschetter (10.097) und Claude Adam (9.161). Bei der adr wurde Jacques-Yves Henckes mit 6.158 Stimmen gewählt.

Bei der LSAP wurden Jeannot Krecké (25.650 Stimmen), Mady Delvaux-Stehres (14.585), Ben Fayot (13.922) und Jean-Pierre Klein (9.820) gewählt

Bei der Demokratischen Partei liegt Xavier Bettel mit 19.671 Stimmen auf Platz eins, vor Anne Brasseur (16.692), Lydie Polfer (16.402) und Paul Helminger (16.223).

Bei der CSV wurde Luc Frieden (41.889 Stimmen) als Erster gewählt, vor ClaudeWiseler (31.649), Jean-Louis Schiltz (23.927), Laurent Mosar (22.116), Lucien Thiel (20.799), Martine Stein-Mergen (18.454), Paul-Henri Meyers (18.146), Marcel Oberweis (18.057) und Mill Majerus (16.620).

Wer jetzt noch alles bei CSV und LSAP nachrücken wird, dürfte erst zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen feststehen.

Die offiziellen Resultate zur Europawahl sollen derweil am nächsten Montag vorliegen.

zurück
POLITISCHE ARBEIT
Parlamentarische Fragen
Pressemitteilungen
Reden
MY DP
Spenden
Download
Mitglied werden
Newsletter
Kalender
Kontakt
2009 Copyright by DP.lu - All Rights Reserved