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Als ich 2002 in Differdingen das Amt des Bürgermeisters übernahm, mussten wir die Abwärtsspirale stoppen, welche die Wirtschaftskrise und die darauf folgende Hoffnungslosigkeit ausgelöst hatte. In der Politik hatte sich in Differdingen über die Jahre eine Art Defätismus breit gemacht. Die Politik schaute der Entwicklung mehr zu, als dass sie sich dem Negativtrend entgegen gestellt hätte. Die Stadt und ihr ganzes Umfeld waren dabei sich zu verändern. Doch das Denken der Politiker blieb das gleiche. Es mussten neue Wege gegangen werden. Doch die Politik blieb auf den ausgetretenen Pfaden der Vergangenheit. Es gab Chancen, doch diese blieben ungenutzt. Es gab bei manchen die Sehnsucht nach der so genannten „guten alten Zeit“. Eine Sehnsucht, die verständlich gewesen sein mag, die aber den dringend notwendigen Aufbruch eher behinderte. Für einen jungen Menschen, wie mich, war dies schwer mit anzuschauen. Ich konnte diese Politik schließlich nicht mehr mit verantworten, und begann zunächst meine Mitstreiter, dann meine Mitbürger von einer neuen Politik zu überzeugen. Eine zukunftsorientierte Politik, die sich den Herausforderungen stellt, die auf uns zukommen. Eine ehrliche Politik, die im Bürger einen mündigen Partner sieht, mit dem sie auf Augenhöhe diskutieren kann. Eine tolerante Politik, die den Menschen keine Lebensweisen aufzwingt, sondern sie in ihrer Lebensweise unterstützt. Eine bescheidene Politik, bei der nicht die Politiker, sondern die Bürger im Vordergrund stehen. Diese neue Politik begleitet mich in meinem alltäglichen Handeln als Bürgermeister, als Abgeordneter, als Parteipräsident. Dies ist meine Vision einer neuen Politik, für die ich am 7. Juni 2009 antreten werde.
Neue Politik muss mit der Zeit gehen. Im Idealfall ist sie ihrer Zeit voraus, begleitet gesellschaftliche Entwicklungen und schafft die notwendigen Rahmenbedingungen, damit der Wandel die Menschen nicht überrollt, sondern sie mit in die Zukunft nimmt. Zu oft belässt die Politik es dabei, die Probleme nur festzustellen, zu kommentieren und zu analysieren. Dabei wird der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit immer größer. In vielen Politikfeldern wurden die Problemanalysen und die Lösungsansätze vor Jahren bereits formuliert, und trotzdem ist bis heute nichts geschehen. Die Regierung weiß, dass die Reform des Arbeitsamtes dringend notwendig ist. Die Regierung weiß, dass es zu wenige Betreuungsplätze für Kinder gibt.
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