Familie und Beruf
Ab 2014 gratis Betreuungsplätze. Die DP wird die Preise in den öffentlichen Betreuungseinrichtungen in den kommenden fünf Jahren Jahr für Jahr um jeweils 20 % senken. Ab 2014 wird die Kinderbetreuung für alle Familien gratis sein. Die DP will das Prinzip der Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau bzw. der Chancengerechtigkeit der Kinder innerhalb der öffentlichen Schule gewährleisten.
Bis 2014 wird es mit der DP Kinderbetreuung in allen Gemeinden des Landes geben. Die DP wird zusammen mit den Gemeinden ein auf fünf Jahre angelegtes Investitionsprogramm realisieren. 2014 wird es in allen Gemeinden Betreuungsplätze für Kleinkinder und schulpflichtige Kinder geben.
Neue, flexible und attraktive Betreuungsangebote schaffen. Wir werden zusammen mit den Gemeinden die bestehenden Betreuungsangebote bzw. die Betreuungsqualität unabhängig, wissenschaftlich und regelmäßig überprüfen und an die Bedürfnisse der Kinder und Eltern anpassen.
Tagesmüttergesetz vereinfachen. Wir werden den Beruf der Tagesmütter fördern. Das bestehende Tagesmüttergesetz erstickt aufgrund zu komplizierter Regelungen jede Dynamik in diesem Bereich. Die DP wird dazu das Gesetz bilanzieren und reformieren.
Individualisierung des Steuersystems. Paare, die nicht in einer Ehe zusammenleben, werden zur Zeit steuerlich diskriminiert. Die DP wird das Steuersystem individualisieren. Das heißt: Männer und Frauen, ob sie in einer Ehe zusammenleben oder nicht, werden gleich besteuert. Diese Reform wird gekoppelt an eine Steuersenkung.
Wohngeld bringt Familien mit Kindern mehr als heute. Die DP führt ein Wohngeld ein, das Familien mit Kindern je nach Einkommen und Kinderzahl erhalten. Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden netto deutlich mehr gefördert als bisher.
Elternurlaub attraktiver gestalten. Wir werden den Elternurlaub so reformieren, dass er für Familien mit mittlerem und hohem Einkommen finanziell attraktiver wird und eine aktive Vaterschaft unterstützt. Deshalb werden wir die Möglichkeit eines kürzeren Elternurlaubs bei höherem monatlichem Ersatzlohn bzw. die Möglichkeit, den zweiten Elternurlaub zeitlich aufzuteilen, anbieten.
Jungen Familien gelingt es nur schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Viele Mütter und Väter müssen beide einer Beschäftigung nachgehen, um sich ihren Lebensunterhalt (Wohnung,...) zu verdienen. Mangels adäquater Betreuungsstrukturen haben sie jedoch große Schwierigkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Weit über 40% aller in Luxemburg lebenden Frauen im erwerbsfähigen Alter gehen keiner Erwerbstätigkeit nach.
Die Menschen haben keine Wahlmöglichkeit ihr Zusammenleben so zu gestalten, wie sie es für richtig finden. Das bestehende Familienförderungsmodell unterstützt ein veraltetes Familienbild: Vater arbeitet, Mutter kümmert sich um die Kinder. Die bestehenden Familiengeldleistungen aber auch das Steuersystem fördern dieses Familienbild. Weil es sich finanziell nicht lohnt geben viele Frauen deshalb ihre Erwerbstätigkeit ungewollt auf. Die Eheschließung wird in verschiedenen Fällen steuerlich belohnt, obwohl viele Menschen nicht oder nicht mehr in Ehen leben wollen.
Überdurchschnittlich viele Frauen geben Berufstätigkeit ungewollt auf. 81% der Frauen, die nicht erwerbstätig sind, tun dies aus familiären Ursachen. Entweder ist es finanziell uninteressant für sie, weiter einer Voll- oder Teilzeitbeschäftigung nachzugehen, oder es gelingt ihnen, nicht Beruf und Familie mangels ausreichender und flexibler Betreuungsangebote miteinander zu vereinbaren. Die Frauenerwerbsquote liegt in Luxemburg bei Frauen mit einer Hochschulausbildung im Alter bis 49 Jahre bei 69% gegenüber 80% im EU-Durchschnitt. Besonders viele Frauen werden ob des bestehenden familienpolitischen Systems trotz eines hohen Bildungsgrads unfreiwillig aus dem Erwerbsleben hinausgedrängt.
Betreuungsangebote sind Mangelware. Eine Politik, die die Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau fördert, die die Erwerbstätigkeit der Frauen fördert muss Sorge dafür tragen, dass ausreichend und bezahlbare Betreuungsangebote für Kleinkinder zwischen null und drei Jahren bzw. für schulpflichtige Kinder ab drei Jahren bestehen. Heute gibt es kein flächendeckendes Betreuungsangebot in allen Gemeinden des Landes. Resultat dieser Politik ist, dass viele Eltern keine bezahlbare Kinderkrippe finden und die Chancengerechtigkeit der öffentlichen Schule durch den Mangel an Betreuungskapazitäten in Frage gestellt ist.
Betreuungsangebote sind für viele Menschen zu teuer und unflexibel. Teure und unflexible Betreuungsangebote führen dazu, dass viele Partner ihre Berufstätigkeit aufgeben. Daran wird das System der "chèques services" nicht viel ändern. Es fehlen Angebote für Mütter und Väter, die zu unregelmäßigen Zeiten arbeiten. Zu oft fehlt es an flexiblen Öffnungszeiten. Die Preise für öffentliche Betreuungsplätze sind in den vergangenen Jahren um rund 23% gestiegen. Viele Menschen können sich das nicht leisten.
Elternurlaub ist finanziell uninteressant und kann Berufskarrieren verbauen. Der bestehende Elternurlaub ist für viele Familien uninteressant. Der Lohnausfall ist zu hoch, was sich viele Familien nicht zuletzt ob der hohen Wohnungspreise leisten können. Zudem verbaut der bestehende Elternurlaub den Menschen sehr oft ihre Karrierechancen innerhalb eines Unternehmens.
Export von Kindergeld ins nahe Ausland explodiert. Weit über 250 Millionen Euro müssen jährlich aufgrund europäischer Regelungen an Familienleistungen ins nahe Ausland überwiesen werden. Der Export von Familienleistungen, der durch die Einführung des so genannten „Kannerbonus“ noch verschärft wurde, führt dazu, dass Familien im Vergleich zu den realen Lebenshaltungskosten ungleich unterstützt werden.
Die Kosten für eine größere Wohnung sind für viele junge Familien zu hoch. Wohnen ist in Luxemburg teurer als im nahen Ausland. Besonders junge Familien mit Kindern leiden unter den hohen Preisen am Wohnungsmarkt. Vergrößert sich ihre Familie durch ein oder mehrere Kinder, erhöht sich der durch hohe Wohnungspreise bedingte finanzielle Druck auf diese Familien enorm.
Familien ohne zentrale Beratungsstelle. Familien finden weder beim Familienministerium noch bei der Kindergeldkasse eine zentrale Informations- und Beratungsstelle für die Fragen, die sie sich rund um Betreuung und finanzielle Zulagen stellen.
Ab 2014 gratis Betreuungsplätze. Anstatt ein kompliziertes und ungerechtes System wie die "chèques services" fortzuführen, wird die DP die Preise in den öffentlichen Betreuungseinrichtungen in den kommenden fünf Jahren Jahr für Jahr um jeweils 20 % senken. Ab 2014 wird die Kinderbetreuung für alle Familien gratis sein. Die DP will das Prinzip der Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau bzw. der Chancengerechtigkeit der Kinder innerhalb der öffentlichen Schule durch diese Maßnahme gewährleisten.
Bis 2014 wird es mit der DP Kinderbetreuung in allen Gemeinden des Landes geben. Die DP wird zusammen mit den Gemeinden ein auf fünf Jahre angelegtes Investitionsprogramm realisieren. 2014 wird es in allen Gemeinden Betreuungsplätze für Kleinkinder und schulpflichtige Kinder geben. Die DP wird die bestehenden Betreuungskonzepte ("maisons-relais", "foyers du jour", ...) bilanzieren und ggf. reformieren. Außerdem werden wir Ganztagsschulmodelle fördern, ohne sie zu verallgemeinern.
Neue, flexible und attraktive Betreuungsangebote schaffen. Wir werden zusammen mit den Gemeinden die bestehenden Betreuungsangebote bzw. die Betreuungsqualität (Öffnungszeiten, Betreuungsinhalt, Pädagogik, ...) unabhängig, wissenschaftlich und regelmäßig überprüfen und an die Bedürfnisse der Kinder und Eltern anpassen.
Betreuungsangebote bei Unternehmen schaffen. Wir werden dort, wo eine hohe Nachfrage besteht, die Unternehmen sensibilisieren und ggf. finanziell unterstützen, um Kindertagesstätten nach Bedarf entweder im Unternehmen oder im Verbund mit mehreren Unternehmen einzurichten.
Tagesmüttergesetz vereinfachen. Wir werden den Beruf der Tagesmütter fördern. Das bestehende Tagesmüttergesetz erstickt aufgrund zu komplizierter Regelungen jede Dynamik in diesem Bereich. Die DP wird dieses Gesetz bilanzieren und reformieren.
Individualisierung des Steuersystems. Das bestehende Steuersystem fördert die Eheschließung. Sogar 40.000 Paare, die keine Kinder (mehr) zur Last haben, werden über diesen Weg steuerlich begünstigt. Paare, die nicht in einer Ehe zusammenleben, werden hingegen steuerlich diskriminiert. Die DP wird das Steuersystem deshalb individualisieren. Das heißt Männer und Frauen, ob sie in einer Ehe zusammenleben oder nicht, werden gleich besteuert. Diese Reform wird gekoppelt an eine Steuersenkung.
Wohngeld bringt Familien mit Kindern mehr als heute. Die DP wird das bestehende Kinder- und Wohnzulagensystem für zukünftige Eltern reformieren. Die DP führt ein Wohngeld ein, das Familien mit Kindern je nach Einkommen und Kinderzahl erhalten. Familien mit niedrigerem und mittlerem Einkommen werden netto deutlich mehr gefördert als bisher.
Elternurlaub reformieren und attraktiver gestalten a) für Familien mit mittlerem und höherem Einkommen und b) für Väter. Wir werden den Elternurlaub so reformieren, dass er für Familien mit mittlerem und höherem Einkommen finanziell attraktiver wird, einen Karriereknick verhindert und eine aktive Vaterschaft unterstützt. Deshalb werden wir die Möglichkeit eines kürzeren Elternurlaubs bei höherem monatlichem Ersatzlohn bzw. die Möglichkeit, den zweiten Elternurlaub zeitlich aufzuteilen, anbieten.
Wir werden ein „Familiencenter“ schaffen, als zentrale Beratungsstelle für Familien. Die DP wird den Familien zentral Informationen über die vielen Finanzierungs-, Vermittlungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote (Kindergeldkasse, Vermittlung von Kinderbetreuungsstrukturen, Tagesmütter, Familienberatung, Familientherapie, Schwangerschaftsbegleitung, Erziehungsberatung, ...), in einem "Familiencenter" anbieten bzw. sie an die entsprechenden Trägergesellschaften weitervermitteln.
UNSER ZIEL
Mit unserer Politik werden erwerbstätige Eltern nicht mehr die Dummen sein.
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28. Juni 2010: Reform vun der Grondschoul19. Juni 2010: Zukunftsmodell Lëtzebuerg Ried vum Claude Meisch um DP-Kongress08. Januar 2010: Oppositionsbriefing - Mir kënnen matt manner Suën méi maachen26. November 2009: Energieeffizienz: Eng Chance fir Leit an Entreprisen12. Mai 2009: Pressekonferenz: Wirtschafts- und Finanzkrise
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08. Dezember 2009
Diskussionen zum Budget 2010

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