Inklusion

Inklusioun

Für die DP ist Inklusion ein Menschenrecht. Es ist zentral, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Jeder Bürger soll überdies ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Das DP-geführte Familienministerium hat den Inklusionsgedanken in der vergangenen Legislaturperiode weiter vorangetrieben und die im Jahr 2011 ratifizierte UNO-Behindertenrechtskonvention konsequent umgesetzt. So wurde eine Bilanz der Umsetzung des Aktionsplans für behinderte Menschen mit den unterschiedlichen Vertretern der Zivilgesellschaft und den zuständigen ministeriellen Abteilungen gezogen. Um Menschen mit Einschränkungen und ältere Mitmenschen ungehindert am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, hat die DP die Umsetzung neuer Maßnahmen zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Orte vorangetrieben. Zudem wurde ein Gesetz zur Schaffung einer Assistenz zur Inklusion am Arbeitsplatz auf den Instanzenweg gebracht. Unternehmen werden demnach anerkannte Experten zur Verfügung gestellt, die die Eingliederung von Personen mit Behindertenstatut oder Personen, die sich in einer Wiedereingliederungsprozedur befinden, im beruflichen Umfeld unterstützen. Die DP hat schließlich die Anerkennung der deutschen Gebärdensprache als offizielle Sprache in Luxemburg in die Wege geleitet. Die DP geht übrigens als Partei mit gutem Beispiel voran: Jeder Parteikongress wird vor Ort in die Gebärdensprache übersetzt und das Kurzwahlprogramm erscheint zusätzlich in leichter Sprache und das Wahlprogramm als Hörfassung.

Barrierefreiheit weiter fördern

In der laufenden Legislaturperiode hat die DP bereits Anpassungen der „Design for all”- Regelungen vorgenommen. Die DP wird die Barrierefreiheit in allen Bereichen weiter fördern, beispielsweise im öffentlichen Transport, bei Freizeit- und Kulturangeboten sowie im Bereich der Medien und Kommunikation. Barrierefreiheit spielt auch im digitalen Raum eine tragende Rolle. Die DP wird dafür Sorge tragen, dass die staatlichen Internetseiten barrierefrei zugänglich sind und auch Inhalte in der sogenannten „leichten Sprache” anbieten.

Selbstbestimmte Lebensführung aktiv unterstützen

Für die DP muss jeder Mensch im Rahmen des Möglichen unabhängig und frei über seinen Lebensweg entscheiden können. Bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung muss die individuelle Eigenständigkeit respektiert werden. Die DP wird daher im Laufe der nächsten Legislaturperiode eine Bilanz der Prozedur der sozio-pädagogischen Begleitung (ASP) ziehen und gegebenenfalls Anpassungen im Sinne der Eigenständigkeit der betreuten Personen vornehmen.

 

Die DP setzt auf eine größtmögliche Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung. Deshalb wird die DP dafür Sorge tragen, dass mehr autonome und halbautonome Wohnstrukturen geschaffen werden.

Anstrengungen in Richtung Inklusion in der Grundschule fortsetzen

Die DP hat mit der Reform der „Education Différenciée” eine Reform umgesetzt, die einen wahren Paradigmenwechsel im Bereich der Inklusion bedeutet und Luxemburg um Jahrzehnte nach vorne bringt. In der Grundschule wird die DP die Unterstützungen weitertreiben, um in jeder Schule mindestens einen spezialisierten Lehrer für Kinder mit spezifischen Bedürfnissen (I-EBS) einzustellen. Die „Équipes de Soutien pour Enfants à Besoin” (ESEB) werden bei Bedarf weiter personell gestärkt, wie auch die ambulante Unterstützung durch die nationalen Kompetenzzentren.

Inklusion auch in der Sekundarschule ermöglichen

Nur wenn wir dauerhaft international anerkannte Personalstandards erreichen, nähern wir uns einem inklusiven Schulsystem. Deshalb wird die DP, gemäß dem Modell der Grundschulen, ein kohärentes Inklusionskonzept für die Sekundarschulen ausarbeiten, in denen die nationalen Kompetenzzentren, die CAR („Commission des Aménagements Raisonables”), der CEPAS sowie die SEPAS eingebunden sein werden. Die DP wird auch den Sekundarschulen verstärkt sonderpädagogisch geschultes Fachpersonal zur Verfügung stellen, um die Inklusion aller Schüler zu ermöglichen. Auch wird die DP die neugeschaffenen sonderpädagogischen Kompetenzzentren für Lernschwächen, für hochbegabte Schüler und für die sozioemotionelle Entwicklung weiter ausbauen, damit diese, wie auch die bereits bestehenden Kompetenzzentren, die Schulen beim Umgang von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterstützen können.

Inklusion am Arbeitsplatz fördern

Die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht Folgendes vor: „das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird”. Diesbezüglich wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt. Anfang 2017 wurde das Centre d’orientation socio-professionnelle – Handicap et Reclassement (COSP-HR) ins Leben gerufen, u.a. um die Inklusion von Mitmenschen mit Behinderung zu verbessern. Eine Gesetzesvorlage über die Schaffung einer Assistenz zur Inklusion am Arbeitsplatz wurde bereits auf den Instanzenweg gebracht. Infolgedessen wird die DP die Orientierungs- und Wiedereingliederungskommission reformieren, um eine bessere berufliche Orientierung zu gewährleisten. Zudem wird die DP die Arbeitswelt verstärkt für die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen sensibilisieren.

Kapazitäten der „Centres de propédeutique” ausbauen

Die DP wird mehr Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung in den „Centres de propédeutique” schaffen. Dies ermöglicht es, Menschen mit einer Behinderung auf den Arbeitsmarkt oder für eine Beschäftigung in einem „Atelier protégé” vorzubereiten.

Gebärdensprache als offizielle Sprache: Praktische Umsetzung gewährleisten

Auf Initiative der DP hin hat die Regierung die deutsche Gebärdensprache offiziell anerkannt. Konkret bedeutet dies, dass in der Grund- und in der Sekundarschule beispielsweise schwerhörigen und hörgeschädigten Kindern das Recht auf Unterricht in Gebärdensprache gewährt wird. Die DP wird dafür sorgen, dass diesbezüglich ausreichend Fachpersonal ausgebildet und eingestellt wird. Auch in anderen Bereichen, sei es im Krankenhauswesen, im Rettungswesen oder im Polizeibetrieb, sind spezialisierte Fachkräfte nötig.

Barrierefrei kommunizieren mittels leichter Sprache

Die Bürger sollen das Recht haben wichtige Informationen, die Ihnen von Verwaltungen mitgeteilt werden, auch zu verstehen. Darum wird die DP sich dafür einsetzen, dass diese Mitteilungen nicht nur in mehreren Sprachen erfolgen, sondern auch auf Nachfrage hin in einer leichten Sprache mitgeteilt werden können.