Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Die DP Sektion Steinfort plädiert schon seit vielen Jahren für eine Zentralschule in Steinfort. Sie hatte dieses Thema auch in ihren verschiedenen Wahlprogrammen festgeschrieben.
In den Jahren in denen die DP im Schöffenrat vertreten war hatte die Gemeinde das Areal neben der Steinforter Kirche aufgekauft um hier eine Zentralschule bauen zu können.
Wir brauchen also keine Polemik seitens der verschiedenen Parteien. Es ist höchste Zeit zu handeln und die entsprechenden Pläne endlich voranzutreiben. Die LSAP-Majorität hat das Vorhaben einer neuen Schule bis heute nur verzögert. Zuerst gab es eine Studie darüber, ob wir überhaupt eine neue Schule benötigen. Dann folgte eine weitere Studie, die untersuchen sollte, wie auf dem bestehenden Areal neue Schulgebäude errichtet werden könnten – wohlgemerkt ohne die der Gemeinde gehörenden Bauflächen zu nutzen.
Nun sollen plötzlich zwei Schulzentren entstehen. Begründet wird dies damit, dass eine Zentralschule die Dorfgemeinschaft spalten würde.
Das Argument von zu viel Verkehr lassen wir nicht gelten. Schon heute müssen die Schüler hin und hergefahren werden – sei es zum Schwimmunterricht, zum Sportunterricht oder zur Maison Relais.
Unser Standpunkt ist jedenfalls klar:
Wir sind klar für eine Zentralschule in Steinfort. Jetzt müssen endlich konkrete Fortschritte erzielt werden, damit unsere Schülerinnen und Schüler nicht weiter benachteiligt werden und am Ende in veralteten, unzureichenden Räumen lernen müssen.
Warum eine Zentralschule für die Gemeinde Steinfort?
Aus Sicht der DP-Sektion Steinfort bringt eine Zentralschule zahlreiche Vorteile – vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler.
Eine moderne Schule besteht längst nicht mehr nur aus gut ausgestatteten Klassenräumen. Sie braucht auch eine breite paraschulische Infrastruktur: Schulkantinen, Bibliotheken, Sportanlagen, Räume für Aktivitäten und Versammlungen sowie weitere pädagogische Einrichtungen.
Will man allen unseren Schülern und Schülerinnen die gleichen Möglichkeiten bieten so muss man gezwungener Massen an jedem Schulstandort die gleichen Infrastrukturen anbieten.
Zwei getrennte Schulstandorte in Steinfort und Kleinbettingen bedeuten doppelte Infrastrukturen und doppelte Kosten
Im Falle zweier getrennter Standorte in Steinfort und in Kleinbettingen, wie es die LSAP Majorität zum jetzigen Zeitpunkt plant, bedeutet dies eine Verdopplung der jeweiligen Einrichtungen.
An beiden Standorten müssten dann eine Schulkantine, Sport- und Mehrzweckräume, Bibliothek, Versammlungsräume sowie Räume für paraschulische Aktivitäten gebaut, ausgestattet und betrieben werden.
Das bedeutet nicht nur deutlich höhere Investitionskosten, sondern auch dauerhaft steigende Ausgaben für Personal, Unterhalt und Energie. Eine Zentralschule hingegen ermöglicht eine effiziente Nutzung der Ressourcen und vermeidet unnötige Doppelstrukturen.
Außerdem bleibt zu bemerken, dass unsere Gemeinde bekannterweise nicht nur aus den 2 Ortschaften Steinfort und Kleinbettingen besteht. Ergo müsste die Gemeinde ebenfalls Schulen in Hagen und in Grass errichten.
Weniger Verkehr, bessere Organisation
Eine Zentralschule bringt zudem klare organisatorische Vorteile: Fahrten zwischen verschiedenen Standorten – etwa für Sport oder Aktivitäten – entfallen. Das reduziert Verkehr, spart Zeit und verbessert die Nutzung des schulischen Angebots.
Eine Bemerkung zum möglichen Standort für eine Zentralschule wie ihn die CSV sieht.
Was den möglichen Standort einer Zentralschule betrifft, wie ihn die CSV vorschlägt, ist festzuhalten, dass die Fläche „a Backent“ ein besseres Entwicklungspotenzial hat, als nur eine Schule dort zu errichten. Zumal die Gemeinde bereits über geeignete Bauflächen hinter der Maison Diederich
verfügt – Flächen, die bekanntlich von der damaligen CSV‑DP‑Mehrheit genau zu diesem Zweck erworben wurden.
Der CSV-Vorschlag, die Zentralschule auf dem Areal „a Backent“ zu errichten, diese Entwicklungsmöglichkeiten von vornherein verbauen.
Das wäre eine vertane Chance für die langfristige und nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde.
Hohe Kosten des CSV-Projekts und weitaus höhere Kosten der LSAP Lösung
Wir begrüßen grundsätzlich das Ziel der CSV, eine zentrale Schule zu schaffen.
Über die von der LSAP vorgeschlagene Lösung mit zwei getrennten Standorten und die damit verbundenen enormen finanziellen Belastungen – sowohl bei den Investitionen als auch beim späteren Unterhalt und Betrieb – braucht man eigentlich kaum noch zu sprechen. Die Nachteile liegen auf der Hand.
Die DP setzt sich für eine Lösung ein, die pädagogisch sinnvoll, finanziell tragbar und in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium entwickelt wird.
Schlussfolgerung
Die DP Steinfort steht für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Schulpolitik: eine Zentralschule, die pädagogisch überzeugt, finanziell machbar bleibt und langfristig im Interesse unserer Kinder und unserer Gemeinde liegt. Sinnvolle Synergien schaffen dort wo sie möglich sind
Gleichzeitig können und werden wir das Referendum der CSV nicht unterstützen. Es verknüpft zwei unterschiedliche Fragen. Erstens die grundsätzliche Entscheidung für eine Zentralschule und zweitens die Festlegung auf einen Standort, der zentrale Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten ausschließt, die für Steinfort von großer Bedeutung sind.
Eine solche Vermischung erschwert eine klare, sachorientierte Entscheidung und wird der Tragweite des Themas nicht gerecht.