Fuerschung an Innovatioun

Hochschule, Forschung und Innovation

Hochschule und Forschung: den Innovationsstandort Luxemburg ausbauen

Luxemburg ist ein Land der Talente, der Wissbegierde und der Innovation. Dieses Potenzial gilt es in Zukunft noch stärker auszuschöpfen. Erkenntnisfortschritt und Wissensvermittlung werden in den kommenden Jahren nicht nur maßgeblich zu der ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes beitragen, sondern vor allem unentbehrlich für die Festigung unseres sozialen Wohlstands sein. Die DP wird deshalb das enorme Potenzial unserer Studierenden, Lehrenden und Forscher gezielter fördern, um uns diesen zukünftigen Herausforderungen zu stellen und unser Land als erstklassigen Hochschul- und Forschungsstandort besser zu positionieren.

Das kürzlich verabschiedete Universitätsgesetz wird den Weg dorthin ebnen. Der Universität Luxemburg wurde eine größere finanzielle und organisatorische Entscheidungsfreiheit eingeräumt. Dies erlaubt der Universität sich in Zukunft noch unabhängiger und zielorientierter entfalten zu können. Zudem wurden die Leitung sowie die Entscheidungsprozesse der Verwaltung partizipativer gestaltet. Die Präsidenten der Studenten- und der Personalvertretung verfügen somit seit der Reform über ein Stimmrecht im Beirat, dem höchsten Organ der Universität.

Unter einem DP-geführten Ministerium für Hochschulwesen und Forschung sind die staatlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Auch in Zukunft sind hohe finanzielle Mittel vorgesehen. Letztes Jahr hat sich die Regierung dazu verpflichtet bis 2021 1,5 Milliarden – das sind rund 205 Millionen Euro zusätzlich – in den Hochschul- und Forschungsbereich zu investieren. Dies wird den Innovationsstandort Luxemburg beträchtlich stärken und der Innovationsförderung einen weiteren Auftrieb verleihen. Durch den Einsatz der DP konnte zudem der Campus Belval endlich bezogen werden. Auch in Zukunft werden wir uns dafür einsetzen, dass die Hochschul- und Forschungsinstitute die nötigen Infrastrukturen und Ressourcen zur Verfügung haben.

Die DP wird den Innovationsstandort Luxemburg ausbauen. Wir werden Rahmenbedingungen schaffen, um wissenschaftliches Arbeiten stärker zu fördern und die Umsetzung dieser Erkenntnisse in innovative Produkte zu verbessern. Darüber hinaus setzen wir uns weiterhin für ein hochwertiges Studienangebot an der Universität Luxemburg ein und werden dafür die notwendigen finanziellen und organisatorischen Mittel bereitstellen. Die DP hält an diesem kohärenten, differenzierten und sozial gerechten Studienbeihilfegesetz fest.

Die DP wird weiterhin die Mobilität der Studenten unterstützen und allen jungen Leuten ein Studium ermöglichen. Zum Studieren gehören in unseren Augen aber auch Wohnen und ein erfülltes Studentenleben abseits vom Hörsaal. Die DP wird mehr Studentenwohnungen schaffen, ein aktives Campusleben fördern und weitere Kultur- und Freizeitangebote für Studierende unterstützen.

Universität Luxemburg stärken, Exzellenz fördern

Die Universität Luxemburg hat ambitionierte Ziele und exzellente Perspektiven. Sie hat sich in den letzten Jahren einen Namen über unsere Grenzen hinaus gemacht und braucht den internationalen Vergleich in manchen Forschungsgebieten keineswegs zu scheuen. Im Rahmen der jüngsten Universitätsreform wurde der Uni.lu mehr Autonomie gewährt, um ihr Potenzial bestens zu entfalten und ihren Stellenwert zu stärken. Die DP wird diese Entwicklung weiter mit den nötigen finanziellen und organisatorischen Mitteln unterstützen. Qualität und Exzellenz sollen dabei als richtungsweisende Leitmotive der Wissensvermittlung und Forschung gelten. Die DP spricht sich zudem dafür aus, dass die Universität sich verstärkt mit national relevanten Forschungsthemen befasst, beispielsweise im Bereich der Forschung über unser Bildungswesen oder bei der Ausbildung von Lehrkräften. Weitere Schwerpunkte sollte man in Zukunft beispielweise auch in den Bereichen Materialwissenschaften, Biomedizin, Finanzen, digitale Technologien und Zeitgeschichte setzen.

Uni.lu und staatliche Forschungszentren extern begutachten

Die Universität und die staatlichen Forschungszentren sollen weiterhin extern begutachtet werden. Eine regelmäßige Evaluation schafft nicht nur Transparenz, sondern sie dient auch der Qualitätssicherung und –entwicklung.

Bedürfnisse der Gesellschaft und Wirtschaft in der Forschung berücksichtigen

Gesellschaft und Wirtschaft sind ständig im Wandel. Die DP ist der Ansicht, dass Universität und Forschungsinstitute sich diesem dynamischen Umfeld anpassen, und sich verstärkt auf zukunftsträchtige Forschungsfelder konzentrieren sollten. Dies wird zu einem unmittelbaren sozioökonomischen Mehrwert führen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft stärken. Diese gezielte Förderung soll keineswegs die Autonomie der Universität beeinträchtigen.

Öffentliche Finanzierung an Leistungsverträge knüpfen

Die Universität Luxemburg und die Forschungsinstitute sollen weiter maßgeblich durch die öffentliche Hand finanziert werden. Die mehrjährigen Budgetzusagen bieten Planungssicherheit und ermöglichen das Anpeilen von langfristigen Zielsetzungen. Darüber hinaus setzen wir uns für ein leistungs- und ergebnisbezogenes Finanzierungssystem ein, welches die öffentlichen Mittel nach klaren Qualitätskriterien zuteilt. Solche Leistungsverträge zwischen dem Staat und den Instituten ermöglichen es, Qualität gezielter zu fördern und den Forschungs- und Hochschulbereich an die Bedürfnisse der Luxemburger Wirtschaft anzupassen.

Qualitative Forschungsergebnisse belohnen

Die DP wird sich dafür einsetzen, dass qualitativ hochwertige Forschungsergebnisse von Instituten und Forschungsteams durch transparente und leistungsbezogene Kriterien finanziell belohnt werden. Dies soll ein weiterer Anreiz sein, um eine ergebnisorientierte und hochwertige Forschung zu betreiben. Darüber hinaus sollen auch europäisch und international geförderte Forschungsprojekte in Zukunft stärker durch die öffentliche Hand bezuschusst werden.

Zusammenarbeit von Forschungsinstitutionen unterstützen

In der luxemburgischen Forschungslandschaft gibt es noch Raum für sinnvolle Synergien. Wir werden den Wissens- und Erkenntnisaustausch zwischen den unterschiedlichen Instituten der Luxemburger Forschungslandschaft weiter fördern. Dies ermöglicht nicht nur ein effizienteres Nutzen der öffentlichen Gelder, sondern erhöht auch die Qualität und den Austausch von Wissen.

Öffentlich-Private Partnerschaften in der Forschung fördern

Die DP wird Unternehmen die Möglichkeit bieten, über Öffentlich-Private Partnerschaften (PPP) zusammen mit der Universität und den öffentlichen Forschungsinstituten schnelle und effiziente Lösungen, beispielsweise bei der Produktentwicklung oder bei forschungsintensiven Aufträgen ihrer Kunden, zu erarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll transparent geregelt werden.

„Matching-Fund-Prinzip” einführen

Die DP wird das Prinzip des „Matching-Fund” einführen. Der Staat wird bei privaten Spenden an die Universität oder öffentliche Forschungsinstituten ab einer gewissen Höhe einen zusätzlichen staatlichen Beitrag leisten. Damit soll die komplementäre Finanzierung aus privaten Quellen unterstützt werden.

Angebot an BTS-Studiengängen erweitern und Partnerschaften schließen

Die DP wird das Angebot an BTS-Studiengängen („Brevet de Technicien Supérieur”) erweitern, um die hohe Nachfrage an ausgebildeten Fachkräften abzudecken. Das „Höhere Fachdiplom” bescheinigt den Erwerb einer hochwertigen beruflichen Qualifikation und bietet somit eine ideale Vorbereitung für den Eintritt in die Berufswelt. Dies gilt besonders für zukunftsorientierte Branchen mit großen Entwicklungsperspektiven. Die DP will das Schulangebot, gerade in solchen Zukunftsbranchen, ausbauen.

 

Darüber hinaus sollen die Sekundarschulen zunehmend Partnerschaften mit Universitäten und Fachhochschulen abschließen, um den BTS-Studenten einen Bachelorabschluss innerhalb von 3 Jahren zu ermöglichen. Dies ist eine weitere Möglichkeit mehr Schülern den Weg zur Hochschule zu ermöglichen.

Master-Studiengänge im Bereich Bildung mit Uni.lu zusammen ausarbeiten

Die Universität Luxemburg soll berufsbegleitende Master-Studiengänge in den Bereichen Sonderpädagogik, Schulmanagement und „Educational Technologies” anbieten.

Ausbau der Medizinstudien hierzulande bewerten

Die Medizinerausbildung in Luxemburg wird ausgebaut. Die Universität Luxemburg wird in den kommenden Jahren einen Bachelor-Studiengang in Medizin anbieten, so dass Studenten drei Jahre, anstatt bislang nur ein Jahr, in Luxemburg studieren können. Zudem sollen weitere Facharztausbildungen ermöglicht werden. Die DP steht diesem Ausbau grundsätzlich positiv gegenüber. Etwaige weitere Schritte sollten in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Akteuren ausgearbeitet und anschließend auf ihre Nützlichkeit hin geprüft werden.

Investitionen von Privatleuten in Startups steuerlich begünstigen

Um jungen Startup-Unternehmen, auch im Handel und Handwerk, den Zugang zu Finanzmitteln zu verbessern und die luxemburgische Wirtschaft zu stimulieren, wird die DP Steuererleichterungen für Privatpersonen einführen, die in junge, innovative Unternehmen investieren. Diese Maßnahme wird es jungen luxemburgischen Startups erlauben, auf Investitionen von Privatpersonen zurückzugreifen. Im Falle einer durchgehenden dreijährigen Beteiligung erhält die Privatperson einen Steuerkredit in Höhe eines festgelegten Teils ihrer Investition. Die Investition muss einen Mindestbetrag pro Unternehmen erreichen und der Steuerkredit wird pro Person und Jahr nach oben gedeckelt. In Luxemburg existiert zudem bereits ein erster Mikrofinanzfonds für die lokale Wirtschaft. Die DP wird die Mikrokreditvergabe an lokale Unternehmen verstärkt unterstützen.

Infrastruktur der Entwicklungs- und Forschungsstandorte ausbauen

Die DP wird in den kommenden Jahren massiv in die Infrastruktur der Entwicklungs- und Forschungsstandorte Luxemburg-Stadt und Belval investieren. Dies wird der Universität und den Forschungszentren optimale Entwicklungsvoraussetzungen bieten.

„Open Access” zu staatlich finanzierten Forschungsprojekten garantieren

Die DP ist der Ansicht, dass Erkenntnisse, Publikationen und Forschungsdaten aus staatlich finanzierten Projekten, unter Berücksichtigung eines Erstverwertungsrechts, kostenlos für die Öffentlichkeit im Netz verfügbar sein sollten („Open-Access”-Politik). Dies wird der Allgemeinheit Zugang zu den neuesten und erkenntnisreichen Forschungsergebnissen erlauben.

Virtuellen Hörsaal Realität werden lassen

Die DP wird sich dafür einsetzen, dass universitäre Vorlesungen online zur Verfügung gestellt werden. Wir sind der Ansicht, dass Studierende die technischen Mittel des 21. Jahrhunderts müssen nutzen können, um flexibel und selbstbestimmend auf die Lerninhalte zurückzugreifen.

Wohnraum für Studenten schaffen

Mit der Anzahl der Studenten wächst auch die Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum für die Studierenden. Die DP ist sich dieser Sachlage bewusst und wird das Angebot an bezahlbaren und campusnahen Studentenwohnungen erhöhen und private Initiativen zum Bau von Studentenwohnungen ermutigen.

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