Am 9. März 2026 hat der Bildungs- und Jugendminister Claude Meisch gemeinsam mit Prof. Dr. Robin Samuel von der Universität Luxemburg den vierten nationalen Jugendbericht vorgestellt. Unter dem Titel Leben und Aufwachsen in Online- und Offline-Welten beleuchtet der Bericht die Lebensrealität von jungen Menschen zwischen 12 und 29 Jahren in Luxemburg und liefert eine wichtige Grundlage für eine moderne und verantwortungsvolle Jugendpolitik.
Die digitale Welt gehört heute zum Alltag der Jugendlichen. 68,5 % von ihnen nutzen mindestens 20 Tage im Monat soziale Medien, und 80 % sind täglich mindestens zwei Stunden online. Das hat natürlich direkte Auswirkungen auf die Schule, das Familienleben, die Freizeit und die sozialen Beziehungen. Für die DP ist klar, dass die Politik auf solche Entwicklungen reagieren muss.
Der Jugendbericht bestätigt, dass die Maßnahmen von Claude Meisch für eine gesunde Screen-Life-Balance in der Schule richtig und notwendig sind. Die Einschränkung der Smartphone-Nutzung sowie gezielte Sensibilisierungskampagnen sind ein wichtiger Baustein, um junge Menschen im Umgang mit digitalen Medien besser zu begleiten und ihre mentale Gesundheit zu stärken.
Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass auch der direkte persönliche Kontakt wieder stärker gefördert werden muss. Nur 13 % der Jugendlichen sehen ihre Freunde mindestens 20 Tage im Monat. Auch das Wohlbefinden ist seit 2019 zurückgegangen, während die Sorgen deutlich zugenommen haben. Die größte Angst der Jugendlichen ist die vor einem Krieg in Europa (80,6 %). Auch Umweltverschmutzung (77,3 %) und der Klimawandel (74,5 %) bereiten der Jugend große Sorgen.
Genau hier setzt eine fortschrittliche Jugendpolitik an: Junge Menschen brauchen nicht nur Regeln, sondern auch Perspektiven, Vertrauen und konkrete Möglichkeiten, sich zu entfalten. Mit Initiativen wie Weniger Bildschirm – mehr Bewegung, entdecken, erleben oder MoVe des SNJ setzt die Politik auf Begleitung, Prävention und ein starkes Angebot an Aktivitäten für Jugendliche.
Der Jugendbericht bildet die Grundlage für den neuen Jugendpakt, einen nationalen Aktionsplan, der bis Ende 2026 ausgearbeitet werden soll. Auch Akteure aus dem Jugendsektor und andere betroffene Institutionen werden in die Ausarbeitung einbezogen.



