Der neue Nationale Aktionsplan für die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde am Montag vorgestellt. Die DP-Minister Max Hahn und Claude Meisch präsentierten gemeinsam mit ihren Regierungskollegen 50 Ziele und 119 konkrete Maßnahmen, um Barrieren in allen Lebensbereichen abzubauen.
Der Plan betrifft unter anderem den Zugang zu Informationen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeit und Wohnraum. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören:
- Die Plattform access4all soll ab dem kommenden Jahr zeigen, wie zugänglich Orte, Gebäude, Dienstleistungen und Aktivitäten für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sind.
- Eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen soll Informationen über Hilfen und Leistungen bündeln. Die Betroffenen erhalten individuelle Unterstützung und ihre Behördengänge sollen einfacher werden.
- Persönliche Budgets und ambulante Unterstützungsangebote sollen es den Betroffenen erleichtern, ihre Assistenz nach den eigenen Bedürfnissen zu organisieren und in ihrem gewohnten Umfeld zu leben.
- Die Reform des Betreuungsrechts soll die Wünsche und Präferenzen der betroffenen Personen stärker berücksichtigen. Schutzmaßnahmen sollen so wenig einschränkend wie möglich sein und regelmäßig überprüft werden.
- Die Begleitung von Kindern mit spezifischem Unterstützungsbedarf soll zwischen Schule und Maison Relais besser abgestimmt werden.
- Der Statut des Salarié handicapé und die Unterstützung am Arbeitsplatz werden reformiert.
„Nichts über uns ohne uns“ war ein wichtiger Grundsatz bei der Ausarbeitung des Plans. Menschen mit Behinderungen, Verbände und Fachleute wurden einbezogen und werden auch die Umsetzung begleiten. Der Nationale Aktionsplan ist ein Vorhaben der gesamten Regierung und wird nach fünf Jahren extern evaluiert. Die Koordination liegt beim Familienministerium.
Den vollständigen Aktionsplan finden Sie hier.
2021 gaben mehr als 94.000 Menschen in Luxemburg an, mit einer Behinderung zu leben.
(Fotos © SIP)




