Klimapolitik weiterdenken

Der Sommer ist vorbei, doch die Erinnerung an die zahlreichen Brände quer durch Europa bleibt. Besonders betroffen war der Süden, aber auch das Naturschutzgebiet Hohes Venn, wo die ökologisch so wertvollen Torfböden brannten.

Der wärmste Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hat uns erneut die Auswirkungen des Klimawandels vor Augen geführt. Auch wenn es in Luxemburg selbst nicht gebrannt hat, zog der Rauch aus dem benachbarten Belgien über unser Land.

Die vergangenen Monate haben uns daran erinnert, was die Stunde geschlagen hat. Die DP nimmt diese Herausforderungen sehr ernst. Unsere Partei will die Regierungsarbeit der vergangenen 13 Jahre in diesem Bereich konsequent fortführen und ausbauen. Vor sechs Jahren hat Luxemburg als erstes Land der Welt Bus, Bahn und Tram kostenlos gemacht. Ein wichtiger, auch symbolischer, Schritt, der unser Land weltweit in die Schlagzeilen brachte. Nation Branding vom Feinsten!

Mit dem nationalen Energie- und Klimaplan wurden unterdessen klare und ambitionierte Ziele festgelegt: die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber 2005 um mehr als die Hälfte zu senken und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Mit dem Klimabonus für Wohnen und Mobilität sowie durch die Arbeit der Klima-Agence haben wir Tausende Menschen und zahlreiche Unternehmen beim Umstieg auf erneuerbare Energien und eine klimafreundlichere Mobilität unterstützt. Nach der automatischen Vorfinanzierung von Photovoltaikanlagen wird derselbe Mechanismus ab dem kommenden Jahr auch für Wärmepumpen eingeführt.

Doch dieser Sommer hat uns erneut gezeigt, dass wir in unseren Anstrengungen keinesfalls nachlassen dürfen. Ganz im Gegenteil: Wir müssen den Klimaschutz beschleunigen, um unser Land noch besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen und krisenfest zu machen.

So müssen wir beispielsweise die Genehmigungsverfahren für Wind- und Solarenergie vereinfachen. Weitere Ziele sind der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radwege. Besonders wichtig sind technologische Innovationen. Unternehmen müssen bei ihren grünen Investitionen unterstützt werden. In der Klimapolitik müssen Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten, um voranzukommen.

Auf kommunaler Ebene müssen wir selbstverständlich mehr Grünflächen schaffen und bewusster mit Wasser umgehen. Das bedeutet: mehr Bäume, weniger versiegelte Böden und mehr saubere Energie. Wir wollen mehr Orte, an denen Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen und durchatmen können.

Die DP wird alles daransetzen, in diesem Bereich Verantwortung und Freiheit miteinander zu verbinden. Wir dürfen uns keinesfalls darauf beschränken, lediglich zu reagieren. Wir müssen selbst aktiv werden und konkrete Maßnahmen umsetzen. Vorausschauend, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die DP wird dies auf ihre pragmatische Art tun, für die Menschen und für die Wirtschaft.

(“Tribune libre” des Abgeordneten Luc Emering vom 5. Oktober 2026)

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