Entspricht der rechtliche Rahmen für Ferienjobs noch den Erwartungen?

Die Sommerferien sind traditionell die Zeit im Jahr, in der das Leben etwas langsamer verläuft. Die Schule ist vorbei und alle genießen die warme Jahreszeit, um eine Pause einzulegen und zur Ruhe zu kommen.

Viele junge Menschen nutzen die großen Ferien jedoch auch für einen Sommerjob. Manche von ihnen machen sich oft schon früh im Jahr auf die Suche, um eine Beschäftigung für die Ferienzeit zu finden. Beliebte Angebote sind oft schnell vergeben und häufig ist die Nachfrage nach offenen Jobs viel größer als das Angebot.

Arbeitgeber und Betriebe greifen gerne auf Schüler und Studenten zurück. Sie sind eine willkommene Unterstützung, um Mitarbeiter im Urlaub zu ersetzen oder saisonale Engpässe abzudecken.

Aber auch für die jungen Menschen bringen Sommerarbeit und Ferienjobs viele Vorteile mit sich. Während dieser Zeit sammeln sie Erfahrungen, die ihnen später nützlich sein werden: Pünktlichkeit, Fleiß und Engagement, ebenso wie Teamgeist, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein sind wichtige Eigenschaften für das spätere Berufsleben.

Gleichzeitig können die Jugendlichen herausfinden, was ihnen Spaß macht und in welche Richtung sie sich vielleicht später orientieren wollen.

Ein Ferienjob bringt aber auch finanzielle Unabhängigkeit, um sich auch mal etwas zu gönnen, ohne auf die Eltern angewiesen zu sein. Manche der jungen Menschen finanzieren sich damit auch einen Urlaub, den Führerschein, ihr erstes Auto oder legen etwas für das Studium zurück. Für viele ist es ein bedeutender Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Die Arbeitszeiten und Bedingungen für junge Menschen sind klar in der Gesetzgebung verankert. Sie sollen ohne Risiko für ihre mentale und körperliche Gesundheit arbeiten können. Über die Jahre ist jedoch auch die Nachfrage gewachsen, um länger arbeiten zu können. So sollen aktuellen Informationen zufolge im letzten Jahr über 1.000 Jugendliche das Maximum von 346 Stunden ausgeschöpft haben. Wie viele darüber hinaus, zum Beispiel mit einen befristeten Vertrag, gearbeitet haben, ist nicht bekannt.

Daher stellt sich für die DP die Frage, ob der rechtliche Rahmen noch den Erwartungen unserer jungen Generation gerecht wird. Wir brauchen diesbezüglich unbedingt eine Analyse, welche die Realität und die Bedürfnisse vor Ort genau unter die Lupe nimmt. Wichtig ist dabei, dass wir auch in Zukunft ein Arbeitsrecht für die Jugend haben, das im Einklang mit deren Bedürfnissen und ihrer Gesundheit steht.

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