Corinne Cahen

„Integration ist keine Einbahnstraße“

„Zusammenleben geht uns alle etwas an. Zusammen sind wir stark, um ein noch stärkeres Luxemburg zu planen“, so Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen bei der Parlamentsdebatte um die Integrationspolitik in Luxemburg.

Das aktuelle Integrationsgesetz ist nicht mehr zeitgemäß und wird vollständig überarbeitet, um es an die Herausforderungen im Bereich des Zusammenlebens von heute und morgen anzupassen. Die Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen macht das mit den Bürgern zusammen. Sie hat eine breite Konsultation lanciert: bei den Gemeinden, den Integrationskommissionen und den Verbänden in der Zivilgesellschaft.

Jedes Jahr kommen rund 23.000 neue Mitbürger nach Luxemburg. Aus diesem Grund müssen wir das Zusammenwachsen und Zusammenleben auch gemeinsam organisieren. In Luxemburg leben Menschen mit über 170 verschiedenen Nationalitäten, aus den verschiedensten Kulturen. Die rund 200.000 Grenzgänger, die täglich zur Arbeit pendeln, will die Ministerin auch mit einbinden – denn auch sie gehören zu unserem Land.

Besonders die Gemeinden spielen eine wichtige Rolle für ein gutes Zusammenleben. Sie sollten daher noch stärker in die neue Integrationspolitik eingebunden werden. Es beginnt an dem Tag, an dem sich ein neuer Bürger auf der Gemeinde anmeldet und zieht sich bis zu den Dorf- und Stadtaktivitäten durch.

Von der Gemeinde geht die Integration direkt weiter zur Freiwilligenarbeit, insbesondere zu den Vereinen, die zu einem guten Zusammenspiel unserer Gesellschaft beitragen. Ob man etwas zusammen kocht, oder bei einem Hobby zusammenkommt – all diese Aktivitäten bringen die Menschen näher zusammen. Auch der nationale Aktionsplan für Integration aus dem Jahr 2018 wird weiter angepasst werden und eine wesentliche Rolle bei einem besseren Zusammenleben in Luxemburg einnehmen.

Für ein gutes Zusammenleben muss man aber auch eine gemeinsame Sprache sprechen. Luxemburgisch ist hierbei der Schlüssel zu einer geglückten Integration. Um sprachlichen Differenzen direkt aus dem Weg zu gehen, setzen wir deshalb auf eine mehrsprachige Frühförderung in den Kinderbetreuungsstrukturen und in den Schulen.

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