Mobilitätsministerin Yuriko Backes hat der Mobilitätskommission der Abgeordnetenkammer an diesem Donnerstag den langfristig angelegten Entwicklungsplan für den Findel vorgestellt.
Der Plan folgt auf Berechnungen zur Entwicklung der Aktivitäten des nationalen Flughafens bis 2050. Diese gehen von einem Plus von 100 Prozent bei den Reisenden aus, also 10,6 Millionen Passagieren, von 50 Prozent mehr Fracht mit 1,25 Millionen Tonnen sowie von 107.000 Starts und Landungen aus, was einem Zuwachs von 42 Prozent entspricht.
Wegen der begrenzten Fläche des Findel sieht der Masterplan eine optimale Nutzung des vorhandenen Raums vor. In diesem Sinne werden die Hauptaktivitäten in getrennte Bereiche aufgeteilt: Fracht, Passagiere, Business Aviation, Wartung, öffentliche/staatliche Luftfahrt, Armee und Flughafenunterhalt.
Gleichzeitig soll der Flughafen auch den Komfort für die Passagiere erhöhen. Bei der Modernisierung wird deshalb nicht nur auf Kapazität geachtet, sondern auch auf einen qualitativ hochwertigen Service gesetzt.
Ein erster Ausbau der Infrastruktur betrifft Terminal A, wo bis 2028 eine zentrale und moderne Sicherheitskontrolle eingerichtet wird. Damit einher gehen ein Ausbau des Check-ins und eine verbesserte Gepäckabgabe.
Bis in zwei Jahren wird auch Terminal B mit sechs zusätzlichen Gates erweitert. Der neue hybride Kontrollturm wird unterdessen im Skypark neben dem Flughafen installiert.
Ganz aktuell ist zudem die Frage der Kerosinlagerung. Sechs neue Reservoire sollen bis 2028 eine Lagerkapazität von 30.000 Kubikmetern gewährleisten.
Zum Ausbau gehören auch die Modernisierung des Salon d’honneur und des Business Centers.
Die gesamten Arbeiten bis 2032 werden eine Milliarde Euro kosten. Der Staat beteiligt sich mit 200 Millionen Euro, die Betreibergesellschaft Luxairport investiert 800 Millionen Euro.
Ministerin Yuriko Backes sieht den Masterplan als Antwort auf den Auftrag im Koalitionsvertrag, die Modernisierung und Anpassung der Infrastruktur am Findel zu fördern und den Flughafen fit für die künftigen Bedürfnisse zu machen.






