Präsident Marc Meyer eröffnete am Sonntag, dem 10. Mai 2026, den Bezirkskongress der DP Süden vor einem vollen Saal im Schloss Bettemburg. Der Düdelinger Gemeinderat sprach über Zusammenhalt und Kollegialität, aber auch über Sichtbarkeit und Kommunikation, ohne die Politik nicht möglich sei. Die DP ist im Süden des Landes in 23 Gemeinden vertreten.
Als liberale Partei stehen wir für Freiheit, Verantwortung und Fortschritt. Doch diese Werte entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn wir sie auch sichtbar machen. […] In jeder Gemeinde, in der wir Verantwortung tragen, haben wir die Chance, unsere Politik greifbar zu machen. Denn gerade dort können wir zeigen, dass unsere Politik Lösungen bietet.
Carole Hartmann und Luc Emering gingen ihrerseits auf die nationale Tripartite ein. Für die Parteipräsidentin ist es wichtig, positiv in diese Gespräche hineinzugehen und gemeinsam mit dem Koalitionspartner dafür zu sorgen, dass die Menschen und die Unternehmen durch die aktuelle Teuerung nicht zu stark belastet werden. Eine starke Wirtschaft, die eine starke Sozialpolitik ermöglicht, bleibe weiterhin das Ziel.
Luc Emering betonte seinerseits, dass sich die DP in Krisenzeiten stets durch einen realistischen Ansatz ausgezeichnet habe und nicht durch Slogans. Die DP müsse in der Tripartite Lösungen für alle suchen – für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie für die Arbeitgeberseite.






Eine Sozialpolitik, die niemanden alleinlässt, dem es nicht so gut geht: Das sei sozialliberale DP-Politik, sagte Familienminister Max Hahn. In diesem Zusammenhang erinnerte er an den ersten nationalen Aktionsplan gegen Armut, bei dem es vor allem darum geht, dass mehr Menschen einfacher von den staatlichen Hilfen profitieren können, die für sie vorgesehen sind.
Die Abgeordnete Mandy Minella begrüßte diese Sozialpolitik, ging aber auch auf den Schutz junger Menschen ein, genauer auf das geforderte Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Parallel dazu müsse man der Jugend ein sportliches und kulturelles Angebot außerhalb der Schule bieten, wie es der zuständige Minister Claude Meisch mit seiner Screen-Life-Balance-Politik tue.
Die Abgeordnete Barbara Agostino brach auf dem Kongress eine Lanze für das Handwerk, dessen Zugang Claude Meisch deutlich vereinfacht habe. Auch die Vergütung der Auszubildenden werde massiv erhöht, zumal der Staat die Mehrkosten übernehme. Die DP werde stets alles tun, um jungen Menschen den Zugang zum Handwerk zu erleichtern. Wer Menschen in dem unterstützt, was sie am besten können, stärkt auch die Gesellschaft, so die Abgeordnete.
Die Zusammensetzung des neuen Regionalkomitees Süden findet man hier.






Gusty Graas, Präsident der außenpolitischen Kommission der Abgeordnetenkammer, ging auf die schweren Krisen weltweit ein. Krisen, die eine teilweise Anpassung und eine Neuausrichtung der Europäischen Union verlangen, damit sie in einer veränderten Weltordnung bestehen kann und nicht zwischen zwei Blöcke gerät. Auch in der Verteidigungspolitik müsse Europa sich angesichts eines weniger starken NATO-Engagements der USA unabhängiger organisieren.
Claude Meisch ging unterdessen auf die zwei großen Erwartungen der Menschen an die Politik ein. Das sei zum einen Orientierung, also welches Ziel die Politik verfolge. Eine Politik, die keine Angst machen dürfe, sondern Hoffnung und Perspektiven bieten müsse. Sicherheit sei dann die zweite Säule für den Minister für Bildung, Kinder und Jugend sowie Wohnungsbau.
Dass wir niemanden fallen lassen. Dass wir alle mitnehmen. Dass wir darauf achten, die notwendigen Transformationen, die auch nach den heutigen Krisen auf der Tagesordnung stehen werden, so anzugehen, dass wir die Menschen mitnehmen können. Dass sie diese als positive Transformationen wahrnehmen und am Ende nicht irgendwo am Rand stehen bleiben müssen.“
Diese großen Linien hätten Luxemburg immer wieder stark gemacht: wenn man gemeinsam geschaut habe, wohin man gemeinsam gelangen könne. Für Claude Meisch ist das die Zielsetzung, die auch die Tripartite prägen müsse.





