Digitalkongress 2020 - Xavier Bettel

Das neue Gesetz bezüglich der Pressehilfe: professioneller Journalismus im Fokus

Das Großherzogtum hat eine außergewöhnliche und besonders dynamische Medienlandschaft. Dies haben wir größtenteils einer medien-freundlichen Regierungspolitik zu verdanken, die 1976 unter dem Premierminister Gaston Thorn die erste Pressehilfe eingeführt hatte. Im audiovisuellen Bereich gibt es diese finanzielle Hilfe seit 1991. In der Abgeordnetenkammer wird demnächst ein neues Mediengesetz verabschiedet.

Die ehemalige Hilfe war auf Printmedien beschränkt, anschließend kam erst der audiovisuelle Bereich hinzu. Mittlerweile neigen wir immer mehr zu paperless Medien, da wir unsere Zeitungen und andere Medien immer mehr digital verfolgen.

Des Weiteren ist es unsere Pflicht für den Pluralismus und die Unabhängigkeit von Medien zu sorgen. Wir befinden uns in einem Paradigmenwechsel. Der Kern vom Projekt ist es nämlich den Fokus auf den professionellen Journalismus zu setzen und nicht mehr auf die Art oder Seitenanzahl des gedruckten Mediums – genau wie es 2018 im Koalitionsvertrag festgehalten wurde. Konkret geht es um eine Aufwertung von Journalisten und ihrer Arbeit. Es sollen professionelle Journalisten sein, die einen objektiven und guten Journalismus machen.

Für den Übergang wurde 2017 von der Regierung eine Regelung getroffen, um die Entwicklung der Online-Presse zu unterstützen. Mittlerweile ist es jedoch definitiv Zeit, dass die Reform in Kraft tritt.

Es ist eine gute Sache, dass wir in Luxemburg mehrsprachige Medien haben. So können die ausländischen Mitbürger von einem qualitativ hochwertigen Journalismus in einer von ihnen verständlichen Sprache profitieren. Es ist genau das, was unsere Medienlandschaft so außergewöhnlich macht.

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