Akteure, die bezahlbaren Wohnraum errichten oder dessen Verwaltung übernehmen, werden künftig gezielt unterstützt. Sowohl finanziell als auch durch eine umfassende Beratung.
So wurden für die rund 100 Gemeinden des Landes verschiedene neue Vergütungsmodelle eingeführt, die es bislang nicht gab. Dadurch ist eine finanzielle Entschädigung gewährleistet, wenn Gemeinden auf ihren eigenen Grundstücken bezahlbaren Wohnraum schaffen. Gleichzeitig erhalten sie während aller Phasen ihrer Projekte eine verstärkte fachliche Begleitung. Wohnungsbauminister Claude Meisch erklärte:
„Indem wir die Gemeinden mit einbeziehen, verfügen wir nun über 100 zusätzliche öffentliche Bauträger im Land.“
Gleichzeitig wurden auch die Kriterien für die Vergabe von bezahlbarem Wohnraum angepasst. Besonders hervorzuheben ist, dass Alleinerziehenden der Zugang zu bezahlbaren Wohnungen künftig erleichtert wird. Gerade diese Bevölkerungsgruppe befindet sich häufig in einer finanziell schwierigen Lage.
Auch das Gesetz über den Fonds du Logement wurde an die heutigen Gegebenheiten angepasst. Die interne Organisation wurde verbessert und die Aufgaben dieses wichtigen öffentlichen Wohnungsbauträgers präzisiert.
Diese Änderungen kommen nicht von ungefähr: Verantwortliche in den Gemeinden sowie Akteure im sozialen Bereich kennen die Herausforderungen vor Ort und wissen, wo Handlungsbedarf besteht.
(Foto © MFIN)
Eine Priorität der Regierung
Am Donnerstag stellte die Regierung außerdem den sogenannten „Booster für den Wohnungsbau“ vor. Das Maßnahmenpaket steht unter dem Motto „Mehr bauen. Mehr bezahlbar. Mehr Wohnungen.“ und umfasst Maßnahmen in den Bereichen Finanzierung, Investitionen und Bau, um konkrete und nachhaltige Verbesserungen auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen.
Das Paket besteht aus sieben Maßnahmen und beschreitet teilweise neue Wege, wie Wohnungsbauminister Claude Meisch betonte:
„Zum ersten Mal werden steuerliche Maßnahmen im Wohnungsbereich an soziale Kriterien geknüpft. Insbesondere junge Menschen und junge Familien sollen unterstützt werden. Gleichzeitig sollen mehr Wohnungen zu bezahlbaren Mieten auf den Mietmarkt kommen. Das ist eine Investition in die Zukunft.“





