Nach dem Krankenhaus wieder Fuß fassen

Gesund genug, um das Krankenhaus zu verlassen, aber noch nicht bereit für die Rückkehr nach Hause? Mit dem Pilotprojekt „Out of Hospital“ schafft Familienminister Max Hahn ein Angebot, das Betroffenen Zeit, Sicherheit und eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Begleitung bietet.

Ein Krankenhausaufenthalt kann den Alltag eines älteren Menschen grundlegend verändern. Ab dem 1. Oktober 2026 können Betroffene, deren Gesundheitszustand stabil ist, vorübergehend in einer betreuten Einrichtung unterkommen. Dort können sie sich erholen, wieder selbstständiger werden und ihre nächsten Schritte vorbereiten. Ziel ist die Rückkehr nach Hause oder, wenn dies nicht möglich ist, ein gut vorbereiteter Einzug in eine geeignete Wohneinrichtung.

Der Aufenthalt ist auf 8 Wochen begrenzt und kann in begründeten Fällen auf 12 Wochen verlängert werden. Die teilnehmenden Einrichtungen arbeiten eng mit einem Krankenhaus zusammen, um die weitere medizinische Betreuung und eine bedarfsgerechte Begleitung sicherzustellen. Die Eigenbeteiligung beträgt höchstens 75 Euro pro Tag.

Zum Start stehen 36 Betten in vier Einrichtungen in Eischen, Clerf, Niederkorn und Junglinster zur Verfügung. Für 30 weitere Betten wurden bereits Anträge eingereicht. Im Laufe des Projekts können weitere Einrichtungen hinzukommen. Das Angebot soll auch unnötig lange Krankenhausaufenthalte und vermeidbare erneute Einweisungen reduzieren.

Nach drei Jahren soll eine Evaluierung zeigen, ob das Angebot den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht wird und sich in der Praxis bewährt hat.

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