Der Staat lässt die Unternehmen nicht im Regen stehen

Neben der Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hat Mittelstandsminister Lex Delles drei zusätzliche Hilfen auf den Weg gebracht, die besonders den von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Bereichen helfen sollen: Gastgewerbe, Tourismus, Kultur und Veranstaltungsbranche.

Neue Direkthilfen zur Deckung der Betriebskosten

Durch diese Direkthilfe wird Unternehmen aus den Branchen Tourismus, Gastgewerbe, Kultur und Veranstaltungen vom 1. November 2020 bis 30. März 2021 ein Teil ihrer Kosten erstattet. „Viele Unternehmen haben keine Einkünfte, aber die Kosten bleiben“, so der Berichterstatter der Gesetzesvorlage, Guy Arendt.

Für Micro- und Kleinunternehmen sind 90% der Kosten förderfähig, für mittlere und große Unternehmen sind es immer noch 70%. Wenn der Betrieb geschlossen werden musste, werden sogar 100% der Kosten als förderfähig angesehen. Für diese Hilfe stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Der „Fonds de Relance“ (Sanierungsfonds) wird zeitlich verlängert und erweitert

„Die aktuelle Gesundheitskrise ist noch nicht überwunden. Das spüren auch unsere Unternehmen “, sagte Berichterstatterin Simone Beissel in der Abgeordnetenkammer. Im Rahmen des Fonds de Relance et de Solidarité wird daher die Unterstützung für Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe, Kultur und Veranstaltungen verlängert und erweitert. Zukünftig können auch Handelsunternehmen, Unternehmen, die sich mit Aktivitäten wie Körperpflege befassen, und Unternehmen im Bereich der Berufsausbildung von dieser Unterstützung profitieren. Förderfähige Unternehmen erhalten von Dezember 2020 bis März 2021 eine nicht rückzahlbare direkte Unterstützung in Höhe von 1.250 Euro pro Beschäftigten. Das Unternehmen erhält 250 Euro für jeden Mitarbeiter, der in Kurzarbeit ist.

Ausgleich für die Erhöhung des Mindestlohns

„Die DP ist sich bewusst, dass die Erhöhung des Mindestlohns die Unternehmen stark belasten wird, insbesondere in einer Zeit, in der die Wirtschaft aufgrund der globalen Krise nicht mehr rund läuft und sogar einige Branchen ihre Aktivitäten zum zweiten Mal einstellen mussten, um den Virus unter Kontrolle zu bekommen,  damit unsere Kliniken nicht überlastet werden. Deshalb haben wir uns für diese Hilfe ausgesprochen, die den am stärksten von der Krise betroffenen Bereichen unter die Arme greift und einen Ausgleich für die Erhöhung des Mindestlohns bietet“,  sagte Berichterstatterin Carole Hartmann. Die Tourismusbranche, die Gastronomie, der Veranstaltungssektor, der Handel, Ausbildungszentren und verschiedene Kulturunternehmen erhalten jetzt eine nicht rückzahlbare Direkthilfe von 500 Euro für jeden Mitarbeiter, dessen Gehalt zwischen dem ungelernten und dem qualifizierten Mindestlohn liegt. Auf diese Weise wurde ein Instrument geschaffen, das die Beschäftigung stärkt und den Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Mitarbeiter in diesen schwierigen Zeiten zu halten.

Deelen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp

Weider Artikelen

Atert- Wark – die neue DP-Sektion im Norden

Die DP-Mitglieder aus der Gemeinde Mertzig haben sich unter Führung von Bürgermeister Mike Poiré der Sektion Redange angeschlossen, so ist die Fusionssektion Atert-Wark entstanden. Bis 2020 gehörten die Liberalen der Gemeinde Mertzig zur Sektion Nordstad.

Die bisherige Sektion Redingen hat seit jeher mit der Sektion Rambrouch zusammengearbeitet. In der Folge stellen wir hier auch diese Sektion und ihren neuen Präsidenten vor.

Corinne Cahen

Interview mit der Familienministerin Corinne Cahen

In den meisten Fällen geht es den Bewohnern gut. Allerdings höre ich jeden Tag von älteren Menschen, dass sie nie wieder eingesperrt werden wollen. Das kann ich sehr gut verstehen. Wir werden deshalb alles dafür tun, dass alle Menschen auch in Alten- und Pflegeheimen ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Mehr Renaturierung und ein besseres Warnsystem

Die Überschwemmungen dieses Sommers haben unser Land hart und unerwartet getroffen. Im Vergleich zu den Nachbarländern hatte Luxemburg Glück, dass niemand verletzt wurde. Aber auch hier spielten sich dramatische Szenen ab und das Wasser verursachte enorme Schäden. Zusätzlich zur Pandemie, von der bereits viele Menschen und Unternehmen betroffen sind.