Weg von einem krankenhauszentrierten Gesundheitssystem

Die Schließung des Geburtshauses Ettelbrück hat uns vor Augen geführt, dass der Ärztemangel bereits heute gravierende Folgen für die Bürgerinnen und Bürger hat.

Luxemburg braucht ein attraktives Gesundheitssystem, das Ärzte und andere Gesundheitsberufe wieder motiviert, hier im Land zu arbeiten. Der beste Weg ist der Ausbau des außerklinischen Bereichs, mit kleineren Strukturen, die sich gut über das Land verteilen lassen.

Wir müssen weg vom heutigen krankenhauszentrierten Gesundheitssystem. Der Fokus muss stärker auf die Grundversorgung gelegt werden. Außerdem müssen viele Behandlungen, die derzeit dem Krankenhause vorbehalten sind, außerhalb des Krankenhauses angeboten werden können, wie dies im Ausland häufig der Fall ist.

Deshalb brauchen wir einen rechtlichen Rahmen, der Ärzten – auch Fachärzten – den Rücken freihält, ihren Beruf außerhalb des Krankenhauses frei ausüben dürfen. Natürlich ohne rein profitorientierte Interessensgruppen aus dem Ausland anzulocken.

Ärzteinitiativen – wie das neue Ärztehaus mit IRM in Grevenmacher – sollten nicht verurteilt werden, sondern als Chance angesehen werden. Eine Gelegenheit, Patienten ein engeres und zugänglicheres Gesundheitsangebot anzubieten. Diese Zusammenarbeit sollte vorzugsweise gemeinsam mit den Krankenhäusern erfolgen. Es darf jedoch nicht davon abhängig sein.

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