Eric Thill

Im Spotlight: Eric Thill

Im Rampenlicht der ersten Ausgabe des DP-Magazins steht der jüngste ‚Gemeindevater‘ des Landes – Eric Thill.

Der 26-jährige Politikwissenschaftler leitet nicht nur das Schicksal seiner Gemeinde Schieren, sondern ist auch der jüngste Bezirkspräsident in der Geschichte der DP.

Wir haben mit Eric über seine Gemeinde, den Nordbezirk und seine politischen Prioritäten gesprochen.

Eric, trotz deines jungen Alters bist du in politischen Kreisen kein unbeschriebenes Blatt mehr. Wie hast du die letzten zwei Jahre erlebt?

ET: Die zwei Jahre waren sicherlich intensiv und äußerst lehrreich. Ich habe mich engagiert, weil ich nicht einer von denen sein wollte, die Dinge nur kritisieren, ohne selbst mit anzupacken. Ich wollte neuen Wind in die lokale Politik bringen und versuchen, meine Ideen durchzusetzen. Zusammen mit dem Gemeinderat sind wir auf dem richtigen Weg.

Du wurdest bei der letzten Wahl auf den ersten Platz gewählt. Hast du damit gerechnet?

ET: Nein, das war auch für mich eine große Überraschung. Ich habe die Kommunalpolitik in Schieren schon lange verfolgt, wusste also, wo der Schuh drückt, aber das Ergebnis hatte ich nicht erwartet. Es zeigte sich aber auch, dass die Leute in Schieren eine Veränderung und jüngeres Blut im Gemeinderat wollten. Ich habe diese Herausforderung mit Stolz angenommen.

„Dezentralisierung und Förderung der Telearbeit sind meine Prioritäten“

Eric Thill

Die Gemeinde Schieren führt derzeit Fusionsgespräche. Wie denkst du über das Nordstad-Projekt?

ET: Ich sehe die Fusion sehr positiv. Für mich ist die Nordstadt eine einzigartige Chance für die betroffenen Gemeinden und für die gesamte Region. Die Lebensqualität und das Wohlergehen der Bürger müssen im Mittelpunkt der Fusionsgespräche stehen. Ich bin der Meinung, dass die Bürger regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge informiert werden sollten. Wir werden daher bald mit Informationsveranstaltungen beginnen. Dies ist sehr wichtig, da die Bürger ja das letzte Wort haben. Über ihren Kopf hinweg sollte nichts entschieden werden.

Wo liegen deine persönlichen Prioritäten?

ET: Die Dezentralisierung der öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen sowie die Förderung der Telearbeit haben für mich Priorität. Ich sehe vor allem einen Zeitgewinn und eine Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen im Norden. Die Regierung hat in diesem Bereich bereits erste Akzente gesetzt. Darauf muss jetzt aufgebaut werden. Aber auch die öffentlichen Investitionen müssen in bisheriger Höhe gehalten werden.

Welche Lehren hast Du aus der Corona-Krise gezogen?

ET: Die letzten Wochen und Monate haben uns daran erinnert, wie wichtig unsere lokale Wirtschaft und unsere lokalen Unternehmen sind. In diesem Bereich müssen wir unsere Abhängigkeit vom Ausland erheblich verringern und stärker auf die lokale Produktion, das lokale Handwerk und den lokalen Handel setzen. Dies hilft unseren Unternehmen, wieder schnell Fuß zu fassen. Dies ist für uns und unsere Umwelt von Vorteil.

Welche Pläne hast du als Präsident der DP Nord?

ET: 2023 steht ein Superwahljahr vor der Tür. Ich bin derzeit viel im Norden unterwegs, um unseren Sektionen den Puls zu fühlen und mich mit ihnen auszutauschen. Dies ist mir im Vorfeld der anstehenden Aufgaben sehr wichtig. Wir sind noch nicht überall dort, wo wir hinwollen. Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass wir gut gerüstet in die nächsten Wahlen gehen werden. Ihr könnt euch auf den Norden verlassen!

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