Die Satire Ecke

Die Satire-Ecke – November 2020

Das Corona-Virus ist wieder da! Das ist bereits am Toilettenpapierindex in den Supermärkten zu sehen. In den Hygiene-Regalen sieht es wieder ziemlich leer aus. Glücklich sind die Menschen, die einen Teil ihres riesigen Toilettenpapiervorrats aus dem März vorsorglich eingefroren haben! Aber niemand will wirklich einen Lockdown bei miesem Wetter. Die meisten von uns – einschließlich Familienministerin Corinne Cahen – haben inzwischen alle Rundwanderwege im Land abgelaufen.

Damit es nicht schlimmer wird, müssen wir uns nur an die Regeln halten. Für illegale Partys im Wald ist es momentan sowieso zu kalt. In den Schulen muss man auch weiterhin lüften, lüften, lüften… So bekommt man kein Corona, aber einen guten Schnupfen. Und das hat noch niemandem geschadet!

In diesen grauen Zeiten hat ein anderes historisches Ereignis für Aufsehen gesorgt: Der erste digitale CSV-Kongress. Die beste Oppositionspartei aller Zeiten wollte eigentlich mit ihrem Kongress warten, bis Corona vorbei ist und ihre Mitglieder die Altersheime wieder verlassen dürfen. Aber weil der Virus überhaupt nicht verschwinden will, mussten sie sich auf den modernen Firlefanz einlassen und einen digitalen Kongress ausrichten.

Gretchenfrage: Wer hat das Sagen im CSV-Krabbenkorb? Im Duell zwischen Frank Engel (der ist immer noch Präsident) und Martine Hansen (die ist immer noch Fraktionsvorsitzende) gab es leider keinen klaren Sieger. Hervorgetan hat sich aber ein anderer Shootingstar aus der Partei: Fischbachs Marc aus Mersch. Er war sich zwar nicht sicher, ob d’Heemecht nur gehört oder doch gesungen werden sollte, aber ich glaube, er hat eine große Zukunft in dieser Partei. Außerdem strich Pater Galles das „C“ der Volkspartei hervor. Mit seiner Predigt hat er die paar Schäfchen bei Laune gehalten, die ihre Partykarte noch nicht zerrissen haben.

Im Parlament ist ein langjähriger Abgeordneter in den Ruhestand getreten: Gast Gibéryen. Sie kennen vielleicht seine YouTube-Blockbuster: „Gréng gëtt deier“, „Wéi déi Gréng d’Lëtzebuerger veraar*****“ oder „Et ass ni esou vill nohalteg gréng Wiss zoubetonéiert ginn ewéi ënnert engem grénge Minister“. Für diejenigen, die um dieses Greenbashing trauern, bleiben nur die Leserbriefe des ehemaligen Betonministers Robert Goebbels übrig, der im Ruhestand regelmäßig einen Grünen zum Frühstück verspeist.

Hoffentlich bleibt der blaue Fraktionsvorsitzende von ähnlichem verschont. Der Baum will Bäume gegen den Klimawandel pflanzen. Da soll mir noch einer schlechten Wortwitz vorwerfen!

Neben Corona wurde unser Land mit einer weiteren, schlimmeren Nachricht konfrontiert: Fred Keup von ‚Holz-wee2030‘ ist nun im Parlament angekommen. Auf Französisch musste er „fidélité au Grand-Duc“ schwören. Er war jedoch gut vorbereitet, weil er regelmäßig „Monde“ liest, wie er bei jeder Gelegenheit unterstreicht. In den kommenden Jahren wird er definitiv nach seinen Idealen streben und versuchen, sein größtes politisches Ziel zu erreichen: Dem Fußballstadion „Stade de Luxembourg“ einen luxemburgischen Namen zu geben! Man muss nur richtige Prioritäten setzen!

Deelen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp

Weider Artikelen

Nationalkongress 2021

Letztes Jahr haben wir alle gemeinsam Geschichte geschrieben. Als erste Partei in Luxemburg hat die DP einen demokratischen, innovativen und interaktiven Digitalkongress auf die Beine gestellt.

Marc Hansen

Neuer Tarifvertrag

Der neue Tarifvertrag mit der CGFP erlaubt es der Regierung in Zukunft, im Öffentlichen Dienst den Fokus auf die Arbeitsbedingungen der Beamten zu legen.

DP-Lëntgen

Die DP hat jetzt auch einen Ortsverein Lintgen

Seit dem Herbst 2020 hat jetzt auch Lintgen, als letzte Gemeinde des Alzette-Tals, eine DP-Sektion. Bei den nächsten Kommunalwahlen im Jahr 2023 wird in Lintgen erstmals nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, daher ist es für die DP wichtig, sich schon jetzt gut zu positionieren.

Patrick Goldschmidt

Stadt Luxemburg: Mehr Platz für die Menschen

Die sanfte Mobilität voranbringen, dabei den Menschen mehr Platz im öffentlichen Raum gewähren und die ‚Stad‘ – die Hauptstadt – noch attraktiver machen. Schon vor der Pandemie ist im Rathaus am ‚Knuedler‘ viel daran gearbeitet worden. Ausgerechnet Covid hat dabei geholfen, einige Projekte schneller umzusetzen.