Pressemitteilung der DP-Norden zur provisorischen Schließung der Maternité im Centre Hospitalier du Nord (CHdN) in Ettelbrück

Die DP-Norden nimmt mit größtem Erstaunen die Mitteilung des Centre Hospitalier du Nord (CHdN) zur Kenntnis, dass mit Wirkung vom 4. April die Geburtshilfestation (Maternité) im Ettelbrücker Krankenhaus ‚vorübergehend‘ geschlossen werden muss. Ein weiterer Schlag, nachdem schon vor Jahren die Geburtshilfe in Wiltz schließen musste.

Im Notfall kann, laut CHdN, der Einsatz eines auf Neugeborene spezialisierten Kinderarztes binnen kürzester Zeit nicht mehr gewährleistet werden. Dies ist aber vom Gesetz so vorgeschrieben.

Für die DP-Norden stellt dies eine nicht hinnehmbare Situation dar, die die Frauen und Neugeborenen im Norden Luxemburgs nicht nur benachteiligt, sondern auch einem hohen Gesundheitsrisiko aussetzt. Die DP-Norden appelliert daher an die Gesundheitsministerin, diesen Notstand durch eine umgehende Schließung der Personallücke zu beheben. Und sei es nur durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den Kliniken im Zentrum und Süden des Landes.

Eric Thill, Präsident der DP-Norden, meint zur Schließung: „Für die im Norden ansässigen Bürgerinnen und Bürger ist das CHdN seit Jahren der Grundpfeiler der basismedizinischen Betreuung. Ich erwarte mir pragmatische Lösungen, die eine zeitnahe Wiedereröffnung der Maternité erlauben. Dies wäre sowohl im Sinne der werdenden Mütter als auch im Sinne des Gesundheitspersonals. Eine permanente Schließung der Geburtsklinik Ettelbrück kommt für uns nicht in Frage.“

Angesichts der längeren und teilweise beschwerlichen Anfahrtswege ist es keineswegs hinnehmbar, dass die Maternité Ettelbrück ihren Dienst über einen längeren Zeitraum nicht gewährleisten kann. Eine schnelle Lösung drängt sich auf“, so der Nord-Abgeordnete André Bauler.

Mitgeteilt von der DP-Norden